Geschlossene Komedonen schnell entfernen (3 Tipps)!

Geschlossene Komedonen schnell entfernen - 3 Tipps!

REDAKTION, 10. FEBRUAR 2022

Geschlossene Komedonen entfernen

Geschlossene Komedonen sind besonders hartnäckig und können sich schnell entzünden.


Mitesser, die häufig an der Nase, dem Kinn und der Stirn prangen, lassen das Hautbild unrein aussehen. Häufig entstehen sie in Kombination mit einem unschönen öligen Teint. Dabei sind nicht nur die kleinen schwarzen Pünktchen lästig. Besonders die weißen, geschlossenen Komedonen halten sich hartnäckig und entwickeln sich oft zu entzündeten Pusteln oder sogar Akne. Wir verraten in diesem Artikel, was die Ursachen für die sogenannten Whiteheads sind, wie man sie schnell entfernen und erfolgreich vorbeugen kann.

Was sind geschlossene Komedonen?

Den Begriff Mitesser (Komedonen) verbinden die meisten mit den kleinen schwarzen Pünktchen auf der Haut, den sogenannten “Blackheads”. Der Hautfarbstoff gelangt hier gemeinsam mit dem Talg an die Hautoberfläche und oxidiert mit dem Sauerstoff. Es bildet sich ein schwarzer Pfropf aus den abgestorbenen Hautzellen, Talg und Schmutz. Die offenen Komedonen werden als dunkle Färbung auf der Haut sichtbar und können sich zu einem Pickel entwickeln, wenn Bakterien in die Pore gelangen.

Demgegenüber sind die geschlossenen Komedonen, die auch als “Whiteheads” bzw. weiße Mitesser bezeichnet werden, als weiße Knötchen auf der Haut sichtbar. Da sie sich unterhalb der Hautoberfläche befinden und die Pore von einer Zellschicht bedeckt ist, geraten sie nicht in Kontakt mit Sauerstoff und es kommt nicht zur schwarzen Färbung. Dadurch sind sie zwar nicht ganz so auffällig wie die Blackheads, sorgen aber ebenfalls für ein unebenmäßiges Hautbild. Sie zählen als milde Form der Akne.

Häufig ist die T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) oder das gesamte Gesicht von Mitessern betroffen. Doch auch am Körper kann es zu schwarzen oder weißen Mitessern kommen - überall dort, wo sich Poren und Talgdrüsen befinden. Oft bilden sich daher auch am Rücken oder dem Dekolleté Hautunreinheiten oder Akne. Wer vermeintlich weiße Mitesser an den Armen findet, ist wohl eher von Reibeisenhaut betroffen. 

Was ist die Ursache für geschlossene Komedonen?

Weiße Mitesser entstehen aus dem gleichen Grund wie schwarze Mitesser. Sammeln sich Talg und abgestorbene Hautzellen in einer Pore, verstopft diese. Nach außen ist das entweder als schwarzer oder weißer Knoten auf der Haut sichtbar. Mitesser entstehen vor allem an Hautstellen, in denen die Haut übermäßig viel Talg produziert wird. Je mehr Hautfett abgegeben wird, desto höher ist das Risiko für verstopfte Poren, Mitesser und Pickel.


Die Poren verstopfen, wenn sich zu viel Talg in der Öffnung sammelt und diese von Verhornungen, Make-Up oder Schweiß blockiert werden. Das verhindert, dass das Hautfett an die Hautoberfläche gelangt. Sichtbar ist das als weißer Mitesser unter der Haut. Der Talgdrüsenkanal ist in diesem Fall aber noch geschlossen.

Sammelt sich weiteres Hautfett in der Pore, erhöht sich der Druck durch den Pfropf. Dieser bricht schließlich an die Hautoberfläche durch. Durch den Kontakt mit dem Sauerstoff kommt es zum Blackhead.


Die Neigung zu einer übermäßigen Talgproduktion hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Neben der Genetik, die auch den Hauttyp bestimmt, wirken sich vor allem der Hormonhaushalt, die Ernährung und die Reinigungs- bzw. Pflegeroutine auf die Entstehung von Hautunreinheiten und Akne aus.

Woher kommen geschlossene Komedonen an den Wangen?

Im Normalfall ist die T-Zone besonders oft von Mitessern und Pickeln betroffen. Wenn sich die weißen Mitesser jedoch speziell auf den Wangen oder sogar nur einer Wange aufzutreten, sollte man vor allem sein Verhalten im Alltag hinterfragen.

Studien haben nachgewiesen, dass sich auf der Oberfläche eines Smartphones mehr Bakterien befinden als auf einem Toilettensitz. Jedes Mal, wenn das Telefon die Wange berührt, können Bakterien auf die Haut gelangen und Mitesser und Akne auslösen. Ähnliches gilt für Kissenbezüge, die zu selten gewaschen werden oder für Menschen, die sich häufig ins Gesicht fassen.


Treten weiße Mitesser verstärkt an den Wangen und dem Kinn auf, kann das auch an der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Tragen von Masken verbunden. Das feuchtwarme Milieu ist ein guter Lebensraum für Bakterien, besonders wenn die Masken nicht regelmäßig ausgetauscht werden. Auch der Schweiß fördert das Verstopfen von Poren.

Unser Tipp bei Mitessern

Unser Tipp bei Mitessern

Wer ist häufig von geschlossenen Komedonen betroffen?

Wie erwähnt ist die Entstehung von Mitessern von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Grundsätzlich neigen besonders Frauen mit fettiger Haut zur Bildung von weißen Mitessern. Die starke Produktion von Talg sorgt nicht nur für einen glänzenden Teint, sondern fördert auch Mitesser und Akne.

Doch auch Menschen mit trockener Haut können zu Hautunreinheiten neigen. Reichhaltige Cremes oder Produkte können die Poren verstopfen und so Whiteheads begünstigen.

Können sich geschlossene Komedonen entzünden?

Dadurch, dass die Oberfläche bei weißen Mitessern verschlossen ist, kann entstehender Druck schlechter nach außen entweichen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit für eitrige Ansammlungen und Entzündungen. Hautbakterien fühlen sich in diesem Milieu besonders wohl, weshalb sie sich rasch vermehren können. In Folge entsteht eine entzündete Pustel. Aufgrund der hohen Entzündungsbereitschaft spricht man auch von einer Unterlagerung. Besonders das unsachgemäße Quetschen bzw. Öffnen der Mitesser fördert die Vereiterung und Entzündungen.

Wie lassen sich geschlossene Komedonen entfernen?

Geschlossene Komedonen lassen sich schwerer entfernen als die offenen Mitesser. Sie sind nicht offen und sollten auch nicht geöffnet werden. Anders als bei schwarzen Mitessern eignet sich hier auch kein Komedonenquetscher. Bei der Öffnung von weißen Mitessern kann es zu Vereiterungen, Entzündungen und Narben kommen, weshalb man sie mit anderen Methoden entfernen sollte. Erfahrungen haben gezeigt, dass auch ein Porensauger bei weißen Mitessern keinen Erfolg zeigt.


Mit diesen Tipps lassen sich die geschlossenen Komedonen entfernen!

1. Geeignete Wirkstoffe nutzen

Die Pflegeroutine sollte immer auf den Hauttyp abgestimmt sein. Wer seine weißen Mitesser loswerden möchte, sollte auf nicht-komedogene Produkte zurückgreifen. Das gilt sowohl für Reinigungsprodukte, als auch Tonic, Peelings und die Hautpflege. Bei geschlossenen Mitessern besonders geeignet sind Salicylsäure, AHA-Säuren oder Retinol. Auch die Biovolen Aktiv-Harzsalbe kann gut gegen Mitesser helfen und das Hautbild wieder verfeinern.


Das Gesicht sollte zweimal täglich gereinigt werden. Es ist aber besonders wichtig, die Haut nicht zu überpflegen. Zu häufiges Waschen oder zu viele Wirkstoffe schaden der natürlichen Hautschutzbarriere und machen die Haut so nur noch anfälliger für Mitesser und Pickel.

2. Professionelle Gesichtsreinigung

Die wirksamste Methode für ein klares Hautbild ohne Whiteheads ist der regelmäßige Besuch in einem Kosmetikstudio. Auch ein Dermatologe bzw. eine Dermatologin kann solch eine Behandlung durchführen. Hier wird das Gesicht porentief gereinigt und bestehende Mitesser sachgemäß entfernt. Wer seine Haut regelmäßig professionell reinigen und Verstopfungen entfernen lässt, sorgt langfristig für einen strahlenden und ebenmäßigen Teint.

3. Finger weg!

Auch wenn die Versuchung groß ist, sollten weiße Mitesser auf keinen Fall geöffnet bzw. noch schlimmer mit dreckigen Fingern ausgequetscht werden! Das sorgt garantiert für eine Verschlimmerung, indem sich Bakterien weiter ausbreiten und Entzündungen entstehen. Wer seine Mitesser entfernen möchte, sollte sie in Ruhe lassen und lieber auf geeignete Wirkstoffe zurückgreifen. Wer sich nicht ständig ins Gesicht fasst wird schnell merken, dass die geschlossenen Komedonen weniger werden.


Wer es nicht lassen kann, sich ins Gesicht zu fassen oder die Mitesser zu öffnen (bitte nicht!) sollte die Finger vorher dringend waschen und desinfizieren, um Infektionen zu vermeiden. Auch ein Komedonenquetscher kann helfen, Mitesser sachgemäß zu öffnen.

Welche Hausmittel helfen gegen geschlossene Komedonen?

Hausmittel sind wohl die einfachste und günstigste Methode, um geschlossene Mitesser zu entfernen. Die meisten Mittel finden sich in fast jedem Haushalt. Dennoch sollte man auch bei Hausmitteln vorsichtig sein. Es können schädigende Inhaltsstoffe enthalten sein oder Irritationen und Rötungen der Haut auftreten. Das gilt vor allem für die Verwendung von Zitronensaft, Apfelessig, Backpulver oder auch Zuckerpeelings. Zwar werden diese Mittel häufig empfohlen und können durchaus auch wirken, aber sie sind nicht für jede Haut verträglich. In einem anderen Artikel sind wir bereits ausführlich auf die besten Hausmittel gegen Mitesser eingegangen.


Gute Hausmittel gegen geschlossene Mitesser sind:

1. Zaubernuss (Hamamelis)

Die Zaubernuss eignet sich nicht nur bei lokalen Entzündungen, sondern kann dank ihrer adstringierenden Wirkung auch gut bei geschlossenen Mitessern genutzt werden. Außerdem kann Hamamelis die Poren öffnen. Einfach zweimal täglich etwas Zaubernuss auf ein Wattepad geben und den betroffenen Bereich der Haut betupfen.

Vorsicht: Ähnlich wie Zitronensaft kann auch Hamamelis die Haut zu stark austrocknen oder reizen. Wird die Haut zu trocken, sollte die Behandlung unterbrochen oder reduziert werden.

2. (Manuka-)Honig

Honig wirkt antibakteriell und eignet sich damit optimal, um Mitesser loszuwerden und zu verhindern, dass sich daraus entzündliche Pickel entwickeln. Noch besser als normaler Honig ist spezieller Manuka-Honig. Dieser enthält besonders viel Methylglyoxal und ist damit eine wahre Wunderwaffe gegen Mitesser. Der Honig kann entweder auf die betroffene Hautstelle aufgetragen werden oder in Form einer Gesichtsmaske.


Besonders gut gegen Mitesser ist eine Honig-Zimt Maske. Neben dem Honig wirkt der Zimt adstringierend und kann so die Pfropfen an die Oberfläche ziehen.

Für die Gesichtsmaske 2 Esslöffel hochwertigen Honig (kaltgeschleudert, am besten in Bio-Qualität oder Manuka-Honig) mit 1 EL Zimt zu einer Paste mischen. Nach der Reinigung mit sauberen Fingern oder einem Pinsel auf die Haut auftragen und für etwa 10 bis 30 Minuten einwirken lassen. Danach mit lauwarmem Wasser abwaschen.

3. Aktivkohle

Um die Aktivkohle herrscht ein wahrer Trend. In der Kosmetik-Industrie gibt es mittlerweile zahlreiche Produkte auf Basis von Aktivkohle, die gegen Pickel und Mitesser helfen sollen. Tatsächlich ist die Aktivkohle ein natürlicher Rohstoff, gewonnen aus gemahlenen Kokosnussschalen. Aktivkohle wirkt wie ein Magnet und zieht überschüssigen Talg ähnlich wie auch Heilerde aus den Poren. Diese werden tief gereinigt und Mitesser vor allem vorgebeugt. Für eine Maske 4 in 2 EL Wasser aufgelöste Kohletabletten (erhältlich in der Drogerie oder auf Bestellung in Apotheken) mit 2 EL Öl (z.B. Jojobaöl, Mandelöl) vermischen. Die Paste auf das gereinigte Gesicht auftragen und in kreisenden Bewegungen einmassieren. Für noch bessere Ergebnisse kann zusätzlich noch Heilerde und Honig oder auch Zucker hinzugeben werden. Danach mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Wie kann man geschlossene Komedonen vorbeugen?

Um die Mitesser gar nicht erst entstehen zu lassen, sollte man im Alltag sowie bei der Pflege und Reinigung auf ein paar Dinge achten. Die Haut sollte abends immer mit einem milden Reinigungsprodukt (Gel, Schaum, Lotion) und lauwarmem Wasser gereinigt werden. Die Haut sollte mit einem sauberen Handtuch, das nur für das Gesicht genutzt wird, abgetupft werden.


Regelmäßige, sanfte Peelings mit geeigneten Wirkstoffen (z.B. Retinol) helfen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und ein Verstopfen der Poren zu verhindern. Vorsichtig bei grobkörnigen mechanischen Peelings - sie können die Haut zusätzlich reizen. Nach der Reinigung und Klärung sollte eine nicht-komedogene Hautpflege aufgetragen werden, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Gut eignet sich zum Beispiel die Biovolen Aktiv Harzsalbe.


Im Alltag ist es wichtig, täglich genug zu trinken. Wer hier auf stilles Wasser oder ungesüßten grünen Tee zurückgreift, versorgt die Haut von innen mit Feuchtigkeit und sorgt für ein strahlendes, frisches Hautbild. Verzichten sollte man lieber auf Milchprodukte, Fertigprodukte und rotes Fleisch - sie fördern Entzündungen und können Pickel sprießen lassen.


QUELLEN

  • Herrmann K., Trinkkeller U. (2020) Talgdrüsenerkrankungen. In: Dermatologie und medizinische Kosmetik. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-60990-3_9
  • Plewig G., Kligman A.M. (1994) Acne comedonica. In: Akne und Rosazea (S.256-261). Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-642-57960-8_18