Stresspickel loswerden: 3 schnelle Tipps!

Stresspickel loswerden: 3 schnelle Tipps!

REDAKTION, 09. SEPTEMBER 2022

Stresspickel loswerden

Stress ist ohnehin schon eine große Belastung. Zeigen sich Stresspickel, ist das nicht gerade förderlich.

Es steht eine wichtige Präsentation an und der Druck steigt in den Tagen zuvor ins Unermessliche. Man wird unruhig und leidet unter Schlafmangel, die Anspannung ist am gesamten Körper spürbar. Am Morgen der Präsentation zieren plötzlich zahlreiche Pickel das Gesicht. Die Stresspickel haben gerade noch gefehlt. Doch woher kommen sie eigentlich, was macht Stress mit dem Körper und der Haut und wie kann man die Stresspickel loswerden? Jetzt in diesem Artikel mehr zum Thema Stresspickel erfahren.

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Große Poren sorgen dafür, dass das Hautbild ungleichmäßig und unrein erscheint. Mit Hilfe von Hausmitteln und etwas Geduld lassen sich große Poren verkleinern, sodass die Haut ebenmäßiger und jünger erscheint.

Was ist Stress überhaupt?

Eine Studie aus dem vergangenen Jahr zeigt: Immer mehr Menschen sind gestresst. Dabei nimmt der Anteil an Menschen, die häufig gestresst sind, kontinuierlich zu. Doch was ist Stress überhaupt?

Im Grunde versteht man unter Stress eine körperliche und psychische Reaktion auf eine Situation, die als nicht bewältigbar eingestuft wird. Definiert wird Stress auch als “Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt”.

Stress ist ein alter biologischer Mechanismus, der den Körper dazu bringen sollte, Herausforderungen zu bewältigen. Zu früheren Zeiten der Menschheitsgeschichte diente dieser Mechanismus vor allem dem Überleben und war damit ziemlich nützlich.
Die Reaktion heute ist die Gleiche, nur die Situationen sind deutlich weniger brenzlich und der Stress eigentlich gar nicht notwendig. Steht man nur kurzzeitig unter Stress, bauen sich die freigesetzten Energien schnell wieder ab. Dauerhafter Stress kann aber krank machen.

Stress kann dabei viele verschiedene Auslöser haben, die individuell sind. Sowohl Gerüche, Geräusche als auch Berührungen können Stress auslösen, ebenso wie Situationen der Unter- oder Überforderung. Manche Auslöser werden von fast allen Menschen als sehr belastend empfunden. Dazu zählen:

  • beruflicher Druck
  • Tod eines nahen Angehörigen
  • finanzielle Sorgen
  • schwerwiegende Krankheiten von Nahestehenden
  • Konflikte in der Partnerschaft / Familie

Oft sorgt nicht nur ein Faktor für Stress, sondern gleich mehrere, die auch über einen längeren Zeitraum andauern und so eine psychische und körperliche Belastung darstellen. Hinzu kommen die kleinen Anstrengungen des Alltags, die das Fass zum Überlaufen bringen. Meist entsteht ein Kreislauf, der für die Betroffenen nur schwer zu durchbrechen ist.

Was passiert bei Stress im Körper?

Stress versetzt den Körper in den sogenannten Flucht- oder Angriffsmodus. Wird eine Situation als stressig empfunden, werden die Stresshormone Adrenalin und Cortisol freigesetzt. Sie sollen für erhöhte Aufmerksamkeit und Fluchtbereitschaft sorgen. Körperlich merkt man das an folgenden Reaktionen:

  • Beschleunigung der Atmung
  • Erweiterung der Pupillen
  • steigender Puls
  • Anspannung der Muskeln
  • Anstieg im Blutzuckerspiegel, um den Körper mit Energie zu versorgen
  • gehemmte Verdauung

Kurzzeitiger Stress sorgt dementsprechend für eine erhöhte Leistungs- und Kozentrationsfähigkeit. In vielen Fällen handelt es sich aber um anhaltende Stressfaktoren, weshalb sich Dauerstress entwickelt. Die Folgen können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Migräne und chronische Müdigkeit sein.

Wie wirkt sich Stress auf die Haut aus?

Man bezeichnet die Haut nicht umsonst auch als Spiegel der Seele. Tatsächlich gibt es einen engen Zusammenhang zwischen der Psyche und unserer Haut. Ein klassisches Beispiel hierfür ist die Gänsehaut, die wir in emotionalen Situationen bekommen. Auch Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Herpes stehen in engem Zusammenhang mit dem psychischen Befinden. Untersuchungen haben gezeigt, dass psychische Faktoren einen starken Einfluss auf die Entstehung, den Verlauf und die Therapie der im Grunde genetisch bedingten Hautkrankheiten haben. Medizinisch spricht man daher oft auch von psychosomatischen Dermatosen.

Nicht zuletzt hat auch Stress einen erheblichen Einfluss auf das Hautbild. Eine Verschlechterung der Haut bei Akne in Zusammenhang mit Stress konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Unter Stress schüttet der Körper Adrenalin und Cortisol aus. Die meisten Hautzellen reagieren sehr empfindlich auf diese Hormone. Sie verengen die Gefäße, die Durchblutung verschlechtert sich und die Haut ist weniger widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen. Gleichzeitig wird die Talgproduktion angeregt und bestehende Entzündungen gefördert. Auf diese Weise können Stresspickel entstehen und Symptome von Akne verstärkt werden.

Stress kann sich auf der Haut folgendermaßen äußern:

  • Trockenheit: Die Stresshormone schaden der natürlichen Hautschutzbarriere. Ist sie nicht mehr intakt, geht Feuchtigkeit nach außen verloren und die Haut trocknet aus. Oft zeigt sich das an sichtbaren Hautschüppchen, Juckreiz und Spannungsgefühlen.
  • Hautunreinheiten: Die Stresshormone stimulieren die Talgdrüsen und regen so die Talgproduktion an. Fettige Haut und Unreinheiten wie Mitesser werden so begünstigt. Gleichzeitig wirken die Hormone entzündungsfördernd, wodurch auch die Entstehung von Pickeln oder entzündlichen Hautkrankheiten wie Akne gefördert wird. Durch die geschädigte Hautbarriere ist es Bakterien ein Leichtes, in die Haut einzudringen und für Stresspickel zu sorgen.
  • Stressflecken: Gerade in Situationen, in denen man sehr nervös ist, beispielsweise vor einer bevorstehenden Prüfung, kann es zu Stressflecken kommen. Man spricht auch vom Flushing, das sich im Gesicht, am Dekolleté oder oft auch am Hals zeigt. Emotionale Reize wie Stress, Angst oder starke Nervosität bewirken eine plötzliche Erweiterung der Blutgefäße. Sichtbar wird das durch die roten Flecken auf der Haut.
  • Hautausschlag: Nesselsucht zeigt sich durch Rötungen der Haut und folgenden stark juckenden Quaddeln. Ausgelöst wird der Ausschlag durch eine übermäßige Histaminausschüttung, die durch Stress begünstigt werden kann.

Welche Ursachen haben Stresspickel?

Wie bereits erwähnt stecken hinter der Entstehung von Stresspickeln drei hauptsächliche Ursachen:

  1. Die Stresshormone regen die Talgproduktion an, wodurch Verstopfungen der Poren und infolge Mitesser und Pickel begünstigt werden.
  2. Die Hautschutzbarriere wird durch Stresshormone geschädigt, wodurch Bakterien ein leichtes Spiel haben.
  3. Die Stresshormone fördern die Entzündung im Körper und begünstigen so nicht nur Pickel, sondern verstärken auch Akne-Symptome.

Doch Stress fördert nicht nur fettige Haut, sondern wirkt sich vor allem auch indirekt auf das Hautbild aus. Das Verhalten unter Stress kann die Entstehung von Stresspickeln zusätzlich fördern:

  • Ins Gesicht fassen: Gerade unter Stress fasst man sich mit der Hand deutlich öfter ins Gesicht. Meist unbewusst verteilt man so immer wieder Bakterien auf der Haut, die zu Pickeln, Ausschlag oder anderen Unreinheiten werden können. Die Computertastatur und das Smartphone sind wahre Bakterienherde, fasst man sich z.B. während der Arbeit öfter ins Gesicht, fördert man die Entstehung von Stresspickeln.
  • Schlafmangel: In stressigen Zeiten schlafen wir oft weniger und schlechter. Entweder, weil uns die Aufgaben die Zeit für den Schlaf nehmen oder aber, weil ständiges Gedankenkreisen uns vom Ein- und Durchschlafen abhält. Das Problem: Der Körper und vor allem die Haut brauchen Schlaf zur Regeneration und zum Abbau der Stresshormone. Fehlt es an Schlaf, zeigt sich das nicht nur durch Augenringe und Blässe, sondern auch durch Unreinheiten und Pickel.
  • Ungesunde Gewohnheiten: Termine über Termine, kaum Pause und am Abend keine Energie: Die Zeit für gesundes und selbst gekochtes Essen fehlt oft. Stattdessen muss es schnell gehen und direkt verfügbar sein. Fertigessen und Süßigkeiten sind nicht nur praktisch, sie dienen zusätzlich als Belohnung und vermitteln ein gutes Gefühl. Auf Dauer schadet das nicht nur der Gesundheit, sondern sorgt auch für schlechte Haut mit Pickeln und Co. Auch Laster wie Alkohol und Zigaretten nehmen in stressigen Phasen oft zu, was auch der Haut sichtbar schadet.

Wie äußern sich Stresspickel?

Stresspickel haben kein erkennbares Muster. Hormonelle Akne zeigt sich verstärkt sich beispielsweise in der Zeit um die Periode herum. Demgegenüber können Pickel durch Stress immer auftreten, auch über Nacht.
Stresspickel entstehen für gewöhnlich an Stellen, an denen sich die meisten Talgdrüsen befinden. Die öligen Partien im Gesicht befinden sich in der T-Zone, die von der Stirn, über die Nase bis hin zum Kinn verläuft. Stresspickel am Körper sind eher selten. Auffällig ist auch, dass Stresspickel oft mit erweiterten Poren, Mitessern, Rötungen, Juckreiz und Hautglanz einhergehen. Bei herkömmlicher Akne ist das eher selten.

Unser Tipp bei Hautunreinheiten

Unser Tipp bei Stresspickeln

Stresspickel loswerden mit diesen 3 Tipps

Die Haut reagiert sehr sensibel auf anhaltende Belastungen. Rötungen, Irritationen und Unreinheiten sind Anzeichen dafür, dass die Haut nicht mehr im Gleichgewicht ist. Grundsätzlich sollte man versuchen, das Problem an der Wurzel zu packen und den Stress zu verringern - dann verschwinden auch die Pickel wieder. Ist das nicht möglich, sollte man folgende Tipps für die Beauty-Routine beherzigen, damit man die Pickel loswerden oder zumindest verringern kann.

1. Geschwächte Hautbarriere stärken

Durch den Stress ist die Hautbarriere geschwächt. Um die Pickel loszuwerden, sollte man also bei der Reinigung und Pflege hinsichtlich der Produkte sehr achtsam sein, um die Schutzbarriere nicht weiter anzugreifen. Eine intakte Hautbarriere verhindert, dass Bakterien in die Haut gelangen und für Pickel und Akne sorgen.

Für die tägliche Reinigung sind alle milde, pH-neutrale (5,5) Produkte ideal. Sie befreien die Haut sanft von Schmutz, Make-Up und überschüssigem Talg und verhindern so, dass die Poren verstopfen und sich Unreinheiten bilden. Beim Kauf der Produkte sollte man darauf achten, dass möglichst keine Duftstoffe oder austrocknende Alkohole enthalten sind. Sie reizen die Haut, trocknen sie aus und schaden der Hautbarriere nur zusätzlich.

Zum Abspülen ist lauwarmes Wasser am besten. Danach kann ein Gesichtswasser oder Toner dabei helfen, den pH-Wert der Haut wieder zu regulieren.

Ist die Hautbarriere gestört, helfen vor allem Ceramide. Die natürlichen Fette machen etwa 50 % der Haut aus und dienen als Schutzschicht. Ceramide sind als solche auf der Liste der Inhaltsstoffe erkennbar. Oft sind auch Vorstufen enthalten, die man an den Bezeichnungen Phytosphingosin oder Sphingolipiden erkennt. Sie unterstützen den Körper dabei, in den obersten Hautschichten mehr Ceramide zu bilden. Auch Vitamin B3 (Niacinamide) regen die Ceramid-Bildung an, wenn man sie z.B. als Serum auf das Gesicht aufträgt.

Besonders Personen mit fettiger und unreiner Haut sollten auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten. Die UV-Strahlen schädigen die Hautschutzbarriere und trocknen die Haut aus - fettige Haut reagiert darauf oft mit einer gesteigerten Talgproduktion, die die Entstehung von Pickeln zusätzlich begünstigt.

2. Entzündete Pickel behandeln

Bei blühenden Pickeln und Entzündungen gilt: Finger weg! Will man die Pickel loswerden, sollte man die Entzündungen lindern und den Heilungsprozess unterstützen. So kann man auch Pickelmale verhindern.

Besonders gut geeignet, um entzündete Pickel schnell und narbenfrei abheilen zu lassen, ist Zinksalbe. Das Zinkoxid wirkt entzündungshemmend und verbessert die Wundheilung. Einfach dünn und gezielt auf die Pickel auftragen und über Nacht einwirken lassen. Schneller Tipp für den Alltag: Wer keine Zinksalbe zu Hause hat, kann stattdessen auch Babypuder verwenden. Das Puder enthält neben Zinkoxid auch Talkum, das die Talgproduktion regulieren und sogar vergrößerte Poren zusammenziehen kann.

Gut gegen Stresspickel sind auch Pickel-Patches. Die kleinen durchsichtigen Pflaster klebt man auf den entzündlichen Pickel. Die enthaltenen Inhaltsstoffe nehmen die Wundflüssigkeit auf und hemmen die Entzündung. Außerdem bewahrt das Pflaster den Pickel vor dreckigen Fingern. Wer auf der Suche nach Pimple-Patches nicht fündig wird, kann ein Blasenpflaster als Hausmittel eine Alternative sein.

Eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung der Haut mit Retinol. Zur inneren Behandlung von Akne wird vor allem Vitamin-A-Säure verschrieben. Doch auch bei der äußeren Anwendung kann Retinol als Vitamin-A-Abkömmling die Problemhaut verbessern. Retinol hat einen peelenden Effekt, wodurch Verhornungen und abgestorbene Hautschüppchen von der Oberfläche gelöst werden. Die Bildung neuer Hautzellen wird angeregt und eine gesunde Hautstruktur begünstigt. Mitesser und Pickel werden so reduziert und vorgebeugt. Hinweis: Für Schwangere und stillende Mütter ist Retinol nicht geeignet.

3. Talgproduktion regulieren

Ursache für die vielen Hautunreinheiten durch Stress ist die übermäßige Talgproduktion. Verschiedene Wirkstoffe und Methoden sind hier geeignet.

Die Biovolen Aktiv Harzsalbe kann die Talgproduktion regulieren und Hautglanz verhindern. Die leichte Formulierung verstopft die Poren nicht, versorgt die Haut aber trotzdem mit wichtigen Ölen und viel Feuchtigkeit. Bei regelmäßiger Anwendung kann man so nicht nur Stresspickel loswerden, sondern auch das allgemeine Hautbild nachhaltig verbessern.

Auch chemische Peelings haben viele Vorteile für die Haut, vor allem bei der Vorbeugung von Unreinheiten. Die Produkte basieren auf Säuren und sind so besonders sanft zur Haut. Formulieren mit Glykolsäure (AHA) und Salicylsäure (BHA) können eine übermäßige Talgproduktion ausgleichen. Zu Beginn sollte man sich mit geringeren Dosierungen herantasten, um die Haut nicht zu irritieren.

Nicht zuletzt sorgt Vitamin B3 (Niacinamide) nicht nur für eine intakte Hautbarriere, sondern kann sich auch regulierend auf die Talgproduktion auswirken.

Fazit

Auf Stress reagiert der Körper mit einer Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol. Langfristig steigern diese Hormone die Talgproduktion, schädigen die Hautschutzbarriere und fördern Entzündungen im Körper. Kein Wunder, dass die Haut darauf mit Stresspickeln reagiert. Für ein gesundes Hautbild sollte man versuchen, Stress zu reduzieren und gut zu schlafen. Nimmt der Stress ab, verschwinden auch die Pickel. Um die Haut zu unterstützen gibt es verschiedene Möglichkeiten. In erster Linie sollte man die Hautbarriere unterstützen, die entzündeten Pickel aktiv behandeln und die Talgproduktion eindämmen.


QUELLEN

  • Chiu, A., Chon, S.Y. & Kimball, A.B. (2003). The response of skin disease to stress: changes in the severity of acne vulgaris as affected by examination stress. Archives of dermatology, 139(7), 897-900. DOI: 10.1001/archderm.139.7.897.
  • Techniker Krankenkasse. (2021, 1. Dezember). Stress­stu­die: Immer mehr Menschen unter Druck - Corona belastet jeden Zweiten [Pressemeldung]. https://www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/tk-stressstudie-2021-2116602