Schwarze Mitesser entfernen in 5 einfachen Schritten!

Schwarze Mitesser entfernen in 5 einfachen Schritten!

REDAKTION, 03. MÄRZ 2022

Geschlossene Komedonen entfernen

Wie entfernt man die schwarzen Punkte im Gesicht am besten?

Ist die T-Zone oder auch die restliche Gesichtshaut von schwarzen Mitessern übersät, sorgt das für ein unebenmäßiges Hautbild. Auch wenn die Versuchung groß ist, sollte man die Komedonen nicht mal schnell und nebenbei mit den Fingern ausquetschen. Wir verraten Tipps und Tricks, wie man die hartnäckigen Mitesser auf der Haut in nur 5 Schritten entfernen kann. Was bringen eigentlich Pore-Strips? Erfahren Sie außerdem, wie man der Entstehung der schwarzen Punkte vorbeugen kann!

Warum sind die Mitesser schwarz?

Wie der Name schon sagt handelt es sich bei den schwarzen Mitessern um dunkle Mitesser (Komedonen) auf der Haut. Aufgrund ihrer Optik bezeichnet man sie auch als Blackheads. Im Unterschied zu den weißen Mitessern bzw. Whiteheads sind die schwarzen Mitesser nicht von einer dünnen Hautschicht bedeckt, sondern befinden sich offen auf der Haut.

Der Hautfarbstoff, der dadurch gemeinsam mit dem Talg an die Hautoberfläche gelangt, reagiert mit Sauerstoff. Es bildet sich ein dunkel gefärbter Pfropf aus abgestorbenen Hautschuppen, Talg und Schmutz - als Komedon deutlich auf der Haut sichtbar. Gelangen Bakterien in die offene Pore, entwickelt sich aus dem Mitesser ein Pickel.

Entweder ist das gesamte Gesicht oder aber die T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) von den Mitessern betroffen. Doch auch an anderen Stellen des Körpers können sich die schwarzen Pünktchen bilden - überall dort, wo sich Poren und Talgdrüsen befinden. Häufig sind daher auch die Ohren, das Dekolleté oder der Rücken von Unreinheiten betroffen.

Was wenn die schwarzen Punkte im Gesicht keine Mitesser sind?

Die meisten identifizieren ihre dunklen Pünktchen im Gesicht sofort als Mitesser, besonders wenn sie sich auf der Nase oder dem Kinn befinden. Oft aber sind die schwarzen Punkte im Gesicht keine Mitesser, sondern sogenannte Sebaceous Filaments. Durch ihre Erscheinung als dunkles Pünktchen auf der Hautoberfläche kann man die Talgfäden schnell mit Blackheads verwechseln, auch wenn sie gar keine Hautunreinheit sind.

Tatsächlich sind die Sebaceous Filaments fester Teil des Hautzyklus. Im Gegensatz zum schwarzen Mitesser treten sie meist in kleinen Grüppchen innerhalb der T-Zone auf, lassen sich nicht ertasten und für gewöhnlich nur sehr schwer entfernen. Tatsächlich sollte man das auch lieber sein lassen, da sie sich sonst nur noch stärker bilden. Durch eine milde Reinigung und eine geeignete feuchtigkeitsspendende und mattierende Hautpflege, wie z.B. die Aktiv-Harzsalbe, lassen sich die Sebaceous Filaments meist gut in den Griff bekommen.

Unser Tipp bei Mitessern

Unser Tipp bei Mitessern

Welche Ursache steckt hinter den schwarzen Mitessern?

Mitesser entstehen aufgrund von verstopften Poren. Äußerlich sichtbar ist das entweder als schwarzes oder weißes Knötchen auf der Haut. Ob sich ein schwarzer oder ein weißer Mitesser bildet, hängt nur davon ab, ob die Talgdrüse noch von einer dünnen Hautschicht bedeckt ist, wodurch es keine Reaktion mit dem Sauerstoff gibt (geschlossene Komedonen) oder aber, ob die Talg-Schmutz-Mischung direkt an die Oberfläche gelangt (offene Komedonen).

Eine Pore verstopft dann, wenn sich zu viel Hauttalg, gemeinsam mit abgestorbenen Hautschüppchen in ihr ansammelt. Wird die Pore von außen zusätzlich durch Make-Up-Reste, Schmutz oder Schweiß blockiert, kommt es zur Verstopfung und es wird verhindert, dass der Talg an die Oberfläche abgetragen wird. Daher sind besonders Hautstellen, in denen zu viel Talg produziert wird, von Mitessern betroffen. Je mehr Hauttalg versucht nach außen zu dringen, desto höher ist die Gefahr für verstopfte Poren, Blackheads und Pickel.

Ob die Haut zu einer übermäßigen Talgproduktion sowie zu Hautunreinheiten und Akne neigt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Innere Faktoren wie die Genetik und der individuelle Hauttyp spielen ebenso eine Rolle wie Veränderungen im Hormonhaushalt. Zu den äußeren Faktoren, die eine extreme Talgproduktion und dadurch auch schwarze Mitesser begünstigen können, zählen die Ernährungsgewohnheiten sowie die Reinigungs- und Pflegeroutine.

Sollte man schwarze Mitesser ausdrücken?

Sobald ein hartnäckiger Mitesser spür- oder sichtbar ist, versuchen die meisten ihn schnell durch das Herumdrücken an der Haut zu entfernen. Wer jedoch mit den Fingern versucht, die Blackheads auszudrücken, riskiert schwere Entzündungen, die je nach Bereich sogar gefährlich sein können. In den meisten Fällen gelangen durch das Drücken mit den verschmutzten Fingern nur Bakterien in die offene Pore und es bildet sich ein großer, entzündeter Pickel. Dadurch bleiben häufig auch Narben oder Pickelmale zurück.

Wenn man der Versuchung jedoch nicht widerstehen kann, sollte man beim Ausdrücken ein paar Dinge beachten und dabei möglichst sauber vorgehen. Zum hygienischen Ausdrücken sind besonders Komedonenheber geeignet, mit denen die Mitesser mithilfe einer Metallschlaufe ausgedrückt werden. Das Tool sollte vor und nach der Anwendung unbedingt desinfiziert werden. Auch Hilfsmittel wie ein Porensauger können unter gewissen Umständen geeignet sein, um die hartnäckigen Mitesser zu entfernen.

Schwarze Mitesser entfernen: Die Beauty-Routine für reine Haut in 5 Schritten!

Wer die hartnäckigen Mitesser auf der Haut loswerden möchte, braucht nur auf ein paar Dinge während der Reinigungs- und Pflegeroutine zu achten. Mit nur wenigen Schritten lassen sich die Mitesser entfernen und die Haut wieder ebenmäßig werden.

1. Gesichtsreinigung

Im ersten Schritt sollte das Gesicht gründlich gereinigt werden, um es von Make-Up, Sonnencreme, Schmutz und Schweiß zu befreien. Für die Reinigung eine milde, pH-neutrale Waschlotion und am besten eine weiche Gesichtsbürste nutzen. Mithilfe der Bürste oder den Händen dann in sanften, kreisenden Bewegungen mit leichtem Druck die Haut reinigen. Besonders gründlich sollte man an Stirn, Nase und Kinn vorgehen.

2. Peeling

Zur Entfernung von schwarzen Mitessern sind Peelings gut geeignet. Auf diese Weise lassen sich verhornte Hautzellen und überschüssigen Talg lösen. Bei sensibler und trockener Haut sollte man bei der Wahl des Peelings vorsichtig sein. Chemische Peelings eignen sich besser, da sie sanfter zur Haut sind als die grobkörnigen Alternativen. Empfehlenswert sind sogenannte AHA- oder BHA-Peelings. Sie wirken hornhautauflösend (keratolytisch) und befreien dadurch die Poren von der Verstopfung.

Stark unreine Haut mit akuter Akne sollte besser nicht gepeelt werden, da sich die Akne durch die Reizung verschlimmern könnte. Zur vorbeugenden Behandlung von Hautunreinheiten ist ein Peeling aber sinnvoll.

  1. Je nach Peeling auf die trockene oder feuchte Gesichtshaut auftragen. Dabei den Augen- und Mundbereich freilassen.
  2. Mit kreisenden Bewegungen sanft einmassieren (die Nasenflügel nicht vergessen) und einwirken lassen. Je nach Produkt beträgt die Einwirkzeit etwa 10 bis 15 Minuten.
  3. Nach der Einwirkzeit mit lauwarmem Wasser gründlich abwaschen.

Statt gekauften Peelings kann man für ein geklärtes Hautbild auch selbstgemachte Peelings verwenden. Für mechanische Peelings eignen sich beispielsweise Kaffee, Zucker oder Meersalz in Kombination mit Olivenöl. Auch Heil- oder Tonerde Als Fruchtsäurepeeling kann auf Honig, Zitronen oder Papayas zurückgegriffen werden - hier bei der Dosierung aber sehr vorsichtig sein, um die Haut nicht zu reizen oder stark auszutrocknen!

3. Dampfbad

DasDampfbadist ein sehr beliebtesHausmittel gegen Mitesser und Akne. Für ein herkömmliches Dampfbad gibt man kochendes Wasser in eine Schüssel und hält das Gesicht für etwa 5 bis 15 Minuten in den Dampf. Am besten legt man sich hierfür zusätzlich ein Handtuch um die Schultern und den Kopf. Bei den professionellen Gesichtsdampfern, die in der Anwendung etwas praktischer sind, ist das nicht nötig. Bei Mitessern und unreiner Haut empfiehlt es sich, eine Handvoll Kamillenblüten ins Wasser zu geben. Sie wirken beruhigend und entzündungshemmend.

Durch die feuchte Hitze öffnen sich die Poren und letzte Reste an Talg und Schmutz können abfließen. Nach dem Dampfbad ist die Haut besonders aufnahmefähig für die Gesichtspflege-Produkte. Im Anschluss an das Dampfbad das Gesicht mit lauwarmem Wasser abwaschen, um den letzten Inhalt der Poren wie überschüssigen Talg und Hautschüppchen zu entfernen.

Wem das Dampfbad oder der Gesichtsdampfer zu aufwendig ist, der kann auch einfach ein feuchtes, warmes Tuch für einige Minuten auf das Gesicht legen. Das öffnet die Poren auch.

4. Mitesser entfernen

Nun kommt es zum eigentlichen Ziel: Die Mitesser entfernen. Die Poren sind dank des Dampfbades gereinigt und geöffnet. Nun lassen sich die Komedonen ganz leicht entfernen.

Am einfachsten geht das mit dem eingangs erwähntenKomedonenquetscher. Hierfür einfach mit der Metallöse des desinfizierten Komedonenhebers an den betroffenen Hautpartien ansetzen und mit sanftem Druck über die Haut gehen. Dadurch löst sich der Mitesser aus der Pore. Die Stelle und den Komedonenheber anschließend mit einem sauberen Kosmetiktuch abwischen und desinfizieren. Für das Gesicht eignet sich ein adstringierendes Gesichtswasser.

EinPorensaugermit einer Vakuum-Funktion kann ebenfalls genutzt werden, um die Mitesser quasi aus der Pore zu saugen. Der Mitesser-Sauger wird ohne Druck über die Haut geführt und befreit die Poren so automatisch von den Unreinheiten.

Wer sich nicht mit Werkzeug behelfen möchte, kann auch die (sauberen!) Finger benutzen. Die Haut sollte dabei aber möglichst nicht gequetscht werden.
Mit folgenden Tipps lassen sich die hartnäckigen Mitesser gut entfernen:

  1. Um jeden Zeigefinger ein sauberes Kosmetiktuch legen.
  2. Nie frontal mit den Fingerkuppen quetschen, sondern seitlich mit den äußeren Seiten der Zeigefinger!
  3. Die Finger ohne Druck an der Hautstelle ansetzen und die Haut leicht auseinanderziehen.
  4. Von unten gegen den oberen Finger schieben und den Mitesser so herausheben.
  5. Stelle säubern und desinfizieren!

5. Hautpflege

Wer denkt, dass die Prozedur nach Schritt 4 schon beendet ist, hat einen wichtigen Punkt vergessen: Eine gute Pflege. Nach der Behandlung ist die Haut meist etwas gerötet und empfindlich. Zur Beruhigung eignet sich eine feuchtigkeitsspendende und entzündungshemmende Maske, beispielsweise mit Kamille.

Ansonsten kann auch direkt eine Gesichtscreme aufgetragen werden. Bei unreiner Haut und Mitessern sollte man auf eine nicht-komedogene Pflege achten, sodass die Poren nicht verstopfen. Dafür eignet sich zum Beispiel dieAktiv-Harzsalbe, die mit dem pflanzlichen Wirkstoff aus Mastix-Harz optimal zur Vorbeugung von Mitessern und Unreinheiten geeignet ist. Sie kann das Hautbild mattieren und ist dabei frei von chemischen Stoffen wie z.B. Silikonen oder Mineralöl.

Schwarze Mitesser entfernen: Was bringen Pore-Strips?

Pore Strips sind spezielle Pflaster, die Mitesser entfernen sollen. Dabei soll die Methode besonders sanft sein, da sie weder schmerzhaft sind, noch Rötungen verursachen wie es beim Ausdrücken oft der Fall ist. Die Anti-Mitesser-Pflaster werden einfach über die Nase geklebt, nach 10 Minuten abgezogen und weg sind die lästigen Blackheads - so zumindest in der Theorie.

Häufig ist aber der Fall, dass nicht alle Mitesser durch den Streifen entfernt werden. Befinden sich die verstopften Poren nicht gerade auf der Nase, lassen sie sich auch nur schlecht anwenden. Immer wieder wird außerdem berichtet, dass viele der Pflaster durch das Abreißen der oberen Hautschicht doch für Rötungen und Entzündungen sorgen. Das größte Problem aber: Sie regen dadurch die Talgproduktion an, womit das Ausgangsproblem für die Mitesser quasi wiederhergestellt wird.

Menschen mit sehr sensibler Haut sollten also lieber auf die Patches verzichten und grundsätzlich nicht öfter als 1-mal wöchentlich anwenden.

Wie kann man schwarze Mitesser vorbeugen?

Egal, ob schwarze oder weiße Mitesser - wer ihre Entstehung verhindern möchte, sollte im Alltag auf einige Dinge achten. Die Haut wird es mit einer strahlenden Reinheit danken.

Am Abend sollte man die Haut immer mit einem milden Reinigungsprodukt (z.B. Lotion, Schaum, Gel) und lauwarmem Wasser sorgfältig reinigen. So wird verhindert, dass Make-Up, Schmutz und abgestorbene Hautzellen die Poren blockieren. Wichtig ist auch, die Haut danach mit einem sauberen Handtuch, das am besten nur für das Gesicht benutzt wird, abzutupfen.

In die Pflegeroutine sollte etwa 1- bis 2-mal wöchentlich ein sanftes Peeling integriert werden und nach der Reinigung eine nicht-komedogene Gesichtspflege aufgetragen werden, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und für einen strahlenden Teint sorgt.

Prinzipiell sollte man darauf achten, jeden Tag genug Wasser zu trinken. Ist die Haut von innen und außen mit genügend Feuchtigkeit versorgt, wird sich das in einem reinen, frischen und prallen Hautbild zeigen. Verzichten sollte man auf Fertigprodukte, viel Zucker (z.B. Cookies), rotes Fleisch sowie Milchprodukte. Diese fördern Entzündungen und können Pickel begünstigen.


QUELLEN

  • Bährle-Rapp M. (2007) Komedonen. In: Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege. Springer, Berlin, Heidelberg.
  • Hönigl, J.C. (2009). Kosmetische Dermatologie - Dermokosmetische Produktempfehlung nach Hauttyp (Diplomarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz). https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/content/titleinfo/208131/full.pdf
  • Pagnoni, A., Kligman, A.M. & Stoudemayer, T. (1999). Extraction of follicular horny impactions of the face by polymers. Efficacy and safety of a cosmetic pore-cleansing strip (Bioré). Journal of Dermatological Treatment, 10(1), 47-52. DOI: 10.3109/09546639909055910
  • Schneider H.J., Jacobi N., Thyen J. (2020) Ich habe Pickel und Akne – ungeliebte Mitesser. In: Hormone – ihr Einfluss auf mein Leben. Springer, Berlin, Heidelberg.