Pickelmale entfernen: Das hilft!

LAURA LINDEMANN

04. AUGUST, 2021

Pickelmale: So kann man sie entfernen!

Der Pickel ist endlich weg, doch an seiner Stelle bleibt ein bräunlicher Fleck zurück, der einfach nicht weggehen will! Pickelmale sind keine Seltenheit, vor allem wenn eine entzündliche Akne vorliegt oder versucht wurde, der Pickel mit den Fingern auszudrücken. Erfahren Sie mehr zur Entstehung, Behandlung und Vorbeugung von Pickelmalen!

pickelmale wegbekommen

Pickelmale sind fast genauso störend wie die Pickel selbst. Wir verraten, wie man die braunen Flecken schnell wieder loswird!

Inhaltsverzeichnis

  • Was sind Pickelmale und wie entstehen sie?
  • Was ist der Unterschied zwischen Pickelmalen und Pickelnarben?
  • Wie lange bleiben Pickelmale? Gehen sie von alleine weg?
  • Was hilft gegen Pickelmale?
  • Hausmittel gegen Pickelmale
  • Zinksalbe gegen Pickelmale
  • Pickelmale vorbeugen

Was sind Pickelmale und wie entstehen sie?

Nachdem ein Pickel abgeheilt ist, bleiben manchmal kleine rötliche oder bräunliche Flecken zurück: Pickelmale. Die Fachbezeichnung hierfür ist die postinflammatorischeHyperpigmentierung, also Pigmentflecken die nach einer abgeheilten Entzündung zurückbleiben.

Pickelmale können immer entstehen, wenn die Haut entzündet oder verletzt war. Häufig ist das bei entzündlicher Akne der Fall oder, wenn Mitesser sich durch frühzeitiges ausdrücken oder anfassen entzünden.

Verantwortlich für die dunkle Verfärbung ist das farbgebende Pigment Melanin. Es wird vom Körper als natürlicher Sonnenschutz gebildet und sorgt für den sommerlichen Teint. Wird das Gewebe beispielsweise durch einen Pickel verletzt, sammelt sich übermäßig viel Melanin an dieser Stelle an. Die Folge ist ein Überschuss, der in Form der bräunlich, rötlichen oder lilafarbenen Verfärbung zu sehen ist. Die Haut bleibt nach der Wundheilung daher dunkel.

Verstärkt wird die Entstehung von Pickelmalen vor allem durch die Sonneneinstrahlung, da die Melanin-Produktion von den UV-Strahlen erheblich angeregt wird.

Dadurch, dass dunkelhäutige Menschen generell eine stärkere Pigmentierung der Haut aufweisen, sind sie auch von Pickelmalen häufiger betroffen.

Was ist der Unterschied zwischen Pickelmalen und Pickelnarben?

Während Pickelmale kleine Verfärbungen sind, die sich nicht ertasten lassen, handelt es sich bei Akne- bzw. Pickelnarben um spürbare und deutlich sichtbare Hautvertiefungen. Pickelnarben entstehen, wenn die Wunde nicht richtig abheilen kann und sich zu wenig normales Bindegewebe bildet.


Sowohl Pickelmale als auch Pickelnarben entstehen häufig als Folge von Akne und sind aufgrund ihres optischen Erscheinungsbildes für die Betroffenen auch eine psychische Belastung.

Wie lange bleiben Pickelmale? Gehen sie von alleine weg?

Je nach Beschaffenheit der Haut bleiben auch die Pickelmale unterschiedlich lange. Es kann sein, dass sie innerhalb weniger Wochen von alleine weggehen, aber genauso gut können die Pickelmale auch über mehrere Monate oder sogar Jahre bestehen bleiben. 

Was hilft gegen Pickelmale?

Verständlicherweise möchten die meisten nicht darauf warten, dass die Pickelmale von alleine weggehen. Es gibt mehrere Alternativen, um die Pickelmale verblassen oder ganz verschwinden zu lassen.

Pickelmale lasern

Mittels Laser und Lichtimpulsen (IPL) können Pickelmale äußerst effektiv entfernt werden. Innerhalb mehrerer Sitzungen (etwa 4 bis 6) wird das Gewebe des Pigmentflecks durch den Laser zerstört. Gleichzeitig wird die Hauterneuerung angeregt, wodurch das Hautbild sich nach und nach verfeinert.


Die Nachteile des Laserns ist, dass die Behandlung einerseits vergleichsweise teuer ist. Andererseits kann es in seltenen Fällen durch das Lasern auch zu Schäden am umliegenden Gewebe kommen. Dann wurden durch die Verletzungen weitere postinflammatorische Hyperpigmentierung entstehen.

Microdermabrasion / Microneedling

Die Microdermabrasion kann bei tiefen Aknenarben oder auch starken Pickelmalen eingesetzt werden. Die Oberfläche der Haut wird mithilfe von feinsten Kristallen oberflächlich abgeschliffen. Auch hier sind für deutlich sichtbare Ergebnisse mehrere Sitzungen von Nöten. Durch die Microdermabrasion verblassen die Pickelmale. Auch oberflächliche Narben werden ausgeglichen und durch die angeregte Durchblutung das allgemeine Hautbild verbessert.

Ähnlich wie das Lasern funktioniert auch das sogenannte Microneedling. Hier verursachen feine Nadeln kleinste Hautverletzungen. Die Haut wird dadurch angeregt, neues Bindegewebe und Kollagen zu bilden. Die Pickelmale verschwinden durch die Behandlung meist innerhalb von etwa 3 Sitzungen.

Pickelmale aufhellen mit Peelings

Vor allem chemische Peelings eignen sich gut, um Pickelmale aufzuhellen. Auch Fruchtsäure-Peelings sind eine Form des chemischen Peelings, basierend auf konzentrierter Fruchtsäure. Die Behandlung mit Fruchtsäure sollte am besten beim Dermatologen erfolgen. Hier wird die Konzentration dem Hauttyp entsprechend angepasst. Innerhalb kurzer Zeit werden die Pickelmale aufgehellt und das gesamte Hautbild erscheint ebenmäßiger. Niedrig konzentrierte Fruchtsäure-Peelings können auch zuhause angewendet werden, um Pickelmale zu entfernen.

Auch normale Peelings, die man 1- bis 2-mal wöchentlich anwenden sollte, regen den Hauterneuerungsprozess an und können so ein Aufhellen der Pickelmale bewirken. Auch abgestorbene Hautschüppchen werden abgetragen.

Hinweis: Nach einem Fruchtsäure-Peeling ist die Haut sehr empfindlich gegenüber Sonne. Daher unbedingt auf ausreichend Sonnenschutz achten oder die Sonne meiden!

Pickelmale entfernen mit Retinol

Die Behandlung mit Retinol (Vitamin A) braucht zwar etwas mehr Geduld, ist aber eine kostengünstigere Alternative zu den Behandlungen beim Dermatologen. Es gibt Seren und Cremes, die Retinol enthalten. Liegt die Konzentration bei mindestens 1 Prozent, werden die betroffenen Stellen nach und nach aufgehellt und der Hauterneuerungsprozess gefördert. 

Hausmittel gegen Pickelmale

Wie auch bei anderen Problemchen ist auch die Liste für Hausmittel gegen Pickelmale lang. Einen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Hausmittel gegen Pickemale helfen, gibt es jedoch nicht. Auch eine Aufhellung bewirken die meisten davon nicht.

Vor allem Zitronensäure wird aufgrund des enthaltenen Vitamin Cs als beliebtes Hausmittel zur Aufhellung von Pigmentflecken gesehen. Experten raten jedoch von solchen Selbstexperimenten ab.

Viele der Mittel können zwar vereinzelnd eine Wirkung zeigen, sind aber gleichzeitig sehr reizend zur Haut. Das gilt auch für Apfelessig. Zwar kann die Fruchtsäure des Apfelessigs eine ähnliche Wirkung auf die Haut haben, wie es bei Fruchtsäure-Peelings der Fall ist. Die Haut wird aber womöglich auch ausgetrocknet und strapaziert.

Zinksalbe gegen Pickelmale

Im Gegensatz zu anderen Hausmitteln ist die Zinksalbe eine effektive, kostengünstige und schonende Methode, um Pickelmale zu entfernen. Einerseits kann die Salbe bereits vorbeugend wirken, wenn sie auf den aufblühenden Pickel aufgetragen wird. Das Zink hemmt Entzündungen und vermeidet so die Entstehung von Pickelmalen. Andererseits kann sie auch bereits bestehende Entzündungen mildern und fördert die Regeneration der Haut. Zugleich ist Zink ein physikalischer Sonnenschutz. Das Voranschreiten der Pigmentierung kann so verhindert werden.

Pickelmale vorbeugen

Damit Pickelmale gar nicht erst entstehen können, sollte bestenfalls auch die Entstehung von Pickeln und Unreinheiten verhindert werden. Die gründliche Reinigung mit hautschonenden Produkten ist hier eine gute Basis. Auf Faktoren wie ein hormonelles Ungleichgewicht oder Stress, die Pickel begünstigen, hat man leider wenig Einfluss.

Ein ganzjährlicher Sonnenschutz kann dazu beitragen, die Entstehung von Pickelmalen vorzubeugen. Schließlich wird die Produktion von Melanin durch die UV-Strahlung gefördert und damit auch die übermäßige Ansammlung von Melanin an der Stelle des Pickels.

Pickel sollten auf keinen Fall ausgedrückt werden! Auch das ständige Anfassen mit den Fingern fördert die Entstehung von Entzündungen und dadurch auch Pickelmale.


QUELLEN

  • Borelli, C. & Fischer, S. (2020). Chemical Peelings zur Behandlung von Melasma, Pigmentstörungen und Hyperpigmentierungen. Hautarzt 71, 950–959. https://doi.org/10.1007/s00105-020-04712-1
  • Fritz, K. & Salavastru, C. (2020). Laserbehandlung von Pigmentstörungen. Hautarzt 71, 920–925. https://doi.org/10.1007/s00105-020-04716-x
  • Rümmelein, C. B., & Navarini, A. (2019). Hyperpigmentierungen. hautnah dermatologie, 35(5), 30-35.