Sebaceous Filaments entfernen: Das hilft!

LAURA LINDEMANN

23. NOVEMBER, 2021

Sebaceous filaments entfernen: So wird man die dunklen Pünktchen auf der Nase los!

Die kleinen Pünktchen auf der Nase oder dem Kinn halten viele für Mitesser. Dabei sind es oft nur Sebaceous Filaments. Der recht unbekannte Begriff lässt sich ins Deutsche als “Follikel-Filamente” übersetzen. Doch was ist das eigentlich? Was ist der Unterschied zu Mitessern und vor allem: Wie kann man sie entfernen?

sebaceous filaments entfernen

Sebaceous Filaments: So können Sie die dunklen Pünktchen loswerden!

Was sind Sebaceous Filaments (Follikel-Filamente)?

Beim sogenannten Talgdrüsen-Filament (engl. sebaceous filaments) handelt es sich um kleine Ansammlungen von Talg und abgestorbenen Hautschüppchen in Poren. Häufig ist die T-Zone betroffen, also Hautstellen, an denen sich besonders viele Poren befinden. Dazu zählen die Stirn, das Kinn und vor allem die Nase. Dabei treten die Sebaceous filaments nicht nur verstärkt bei fettiger Haut oder Mischhaut auf, sondern können bei jedem Hauttyp entstehen. Sie gehören zum natürlichen Hautzyklus und sind keine Unreinheiten, auch wenn sie optisch daran erinnern.

Durch den Kontakt mit der Luft oxidiert der Talg, wodurch er sich dunkel verfärbt. In Folge wird die Ansammlung als dunkles Follikel-Filament sichtbar. Aufgrund seiner Optik wird es oft auch mit Mitessern verwechselt, wobei die Follikel-Filamente noch “harmloser” sind. Grundsätzlich sind sie gut für die Haut, da sie für Geschmeidigkeit sorgen, vor dem Austrocknen schützen und die Hautbarriere vor ungewollten Eindringlingen wie Bakterien bewahren. Die Ablagerungen stören lediglich das Hautbild optisch.

Bei Personen mit großen Poren sind die Follikel-Filamente auffälliger als bei feinporiger und zarter Haut. Dann sind sie oft kaum sichtbar.

Was sind die Unterschiede zwischen Sebaceous Filaments und Mitessern?

Fast jeder kennt Mitesser oder Pickel. Die Hautprobleme zeigen sich meist in der Pubertät das erste Mal. Zu dieser Zeit produziert der Körper übermäßig viele Androgene (männliche Geschlechtshormone, die die Talgproduktion anregen. Durch den überschüssigen Talg und verhornte und abgestorbene Hautschüppchen verstopfen die Poren und es kommt zu Mitessern, die man auch Komedonen nennt. Dringen nun Bakterien ein, entstehen Pickel. Mit dem Älterwerden reguliert sich die Haut und die Probleme werden meist geringer. Lediglich bei fettiger Haut bleiben die Hautprobleme meist bestehen oder treten immer wieder auf.


Mitesser lassen sich mit wenigen Tricks leicht entfernen. Viele drücken die Mitesser oder Pickel aus. Das Ausdrücken ist zwar nicht ratsam und in einigen Fällen sogar gefährlich, aber dennoch effektiv. Wer nur mit desinfizierten Fingern oder einem Kosmetiktuch an die Mitesser geht, nur vorsichtig drückt und die Hautstelle danach ebenfalls desinfiziert, wird die Mitesser meist gut los. Auch Peelings oder Produkte für unreine Haut können helfen.

Demgegenüber lassen sich die Sebaceous Filaments nur schwer entfernen. Und das soll man eigentlich auch nicht. Sie sind fester Bestandteil des Hautzyklus, weshalb sie keinesfalls ausgedrückt oder anderweitig gewaltsam entfernt werden sollten. Je häufiger man an den Sebaceous Filaments herumdrückt, desto öliger wird die Haut im Gesicht. Langfristig bilden sich dadurch nur noch mehr Follikel-Feilamente.


Ein weiterer Unterschied ist, dass Mitesser meist nur vereinzelt auftreten, während die Follikel-Filamente häufig in kleinen Grüppchen auftreten. Außerdem sind sie meist etwas heller und farblich eher gräulich und lassen sich auf der Hautoberfläche nicht ertasten. Ein Mitesser im Gesicht ist deutlich spürbar und fühlt sich meist hart an, während sich der Hautbereich mit Follikel-Filamenten weich anfühlt.

Unser Tipp bei Mitessern

Unser Tipp bei Mitessern

Die gründliche Reinigung und Nutzung geeigneter Pflege-produkte kann die Sebaceous Filaments optisch verringern.

Tipps für den Alltag: Wie kann man Sebaceous Filaments entfernen?

Die Follikel-Filamente sorgen für einen gesunden Teint und unterstützen unsere Haut. Mit Unreinheiten haben sie nichts zu tun, auch wenn sie das Hautbild optisch stören können. Da ihre Entstehung außerdem erblich bedingt ist, sollte man sie einfach akzeptieren. Trotzdem gibt es Möglichkeiten und Tipps, die die Ablagerungen im Gesicht weniger sichtbar werden lassen und die Poren sauber halten.

Keinesfalls sollte man die Follikel-Filamente behandeln wie Pickel oder Komedonen. Es hat keinen Zweck, sie auszudrücken, auszuschaben oder gar auszusaugen. Innerhalb kürzester Zeit werden die Poren wieder dunkel sichtbar sein. Meist kommt es durch die Behandlung nur zu Verletzungen der Hautoberfläche. Durch den Reiz vergrößern sich die Poren zusätzlich, wodurch die Follikel-Filamente nur noch stärker sichtbar werden. Auch Nose Strips oder ähnliche Produkte, die Talg aus den Poren ziehen sollen, helfen nicht.

An erster Stelle hilft eine milde Reinigung. Ein Dampfbad kann helfen, den Porenausgang zu öffnen. Durch die feuchte Wärme öffnen sich die Poren und die Haut ist aufnahmefähiger für Reinigungsprodukte und auch pflegende Wirkstoffe. Die genutzten Produkte sollten möglichst pH-neutral sein, um die Haut nicht zu reizen. Außerdem sollte man darauf achten, die Haut bei der Gesichtsreinigung nicht zu sehr austrocknen. Das fördert nur die vermehrte Produktion von Talg.

Nach der Porenreinigung sollte die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Hautpflege versorgt werden. Für ein feines Hautbild eignet sich die Biovolen Aktiv Harzsalbe. Der Wirkstoff aus Mastix-Harz kann die vergrößerten Poren verkleinern und für einen mattierten Teint sorgen. Die Haut kann mit der Aktiv-Harzsalbe wieder ins Gleichgewicht gelangen.

Auch regelmäßige Peelings können das Hautbild und die Poren verfeinern. Hier eignen sich vor allem BHA-Peelings. Selbstgemachte Masken mit Ton- oder Heilerde sind ebenfalls effektiv. Sie entfernen überschüssigen Talg von der Haut. Auch hier ist eine anschließende Versorgung mit Feuchtigkeit äußerst wichtig.

Nicht zuletzt kann ein Sonnenschutz nicht nur die frühzeitige Hautalterung eindämmen, sondern auch dafür sorgen, dass die Haut durch die Wärme nicht übermäßig viel Talg produziert und die Poren sich vergrößern.

Die Follikel-Filamente lassen sich zwar nicht vollständig loswerden, aber mit diesen Tipps kann man die Pünktchen optisch verringern und das Hautbild ebenmäßiger erscheinen lassen. Mit zunehmendem Alter werden die Follikel-Filamente meist weniger, da die Haut weniger Talg produziert.

Was kann man noch gegen Sebaceous Filaments tun?

Neben Methoden, die man zuhause anwenden kann, um die Poren optisch zu verfeinern und das Hautbild zu verbessern, kann man auch eine professionelle Behandlung durchführen lassen.


Beim Microneedling wird die Haut mit feinen Nadeln bearbeitet. Es entstehen minimale Verletzungen bzw. Öffnungen. Innerhalb von einer halben Stunde heilen diese wieder von allein zu. Der Abheilungsprozess der Haut bewirkt, dass Kollagen, Elastin und neue Hautzellen freigesetzt werden. Die Poren von Nase, Stirn, Kinn und Wangen sehen anschließend deutlich kleiner aus und das gesamte Hautbild wirkt geglättet. Auch Pickelmale lassen sich so entfernen.

Wird im Anschluss noch ein Vitamin C-Serum aufgetragen, verstärkt sich der Effekt. Das Vitamin C beschleunigt die Regeneration der Haut und sorgt für eine verjüngte Haut. Gleichzeitig verhindert es, dass der Talg oxidiert und dadurch dunkel wird.


Die Behandlung sollte bestenfalls von einem Profi durchgeführt werden, auch wenn es mittlerweile auch sogenannte Dermaroller für die Behandlung zuhause gibt.


QUELLEN

  • Plewig, G., Wolff, H.H. Follikel-filamente. (1976). Archives of Dermatological Research, 255, 9–21 (1976). https://doi.org/10.1007/BF00581673