Fettige Haut? Diese 3 Hausmittel helfen wirklich!

LAURA LINDEMANN

13. JULI, 2021

Was tun gegen fettige Haut? Die 3 besten Hausmittel!

Vor allem Menschen mit fettiger, öliger Haut sehnen sich oft nach der unkomplizierten normalen Haut. Auch wenn der Hauttyp genetisch bedingt ist, wird fettige Haut von einigen Faktoren beeinflusst. Erfahren Sie jetzt mehr dazu, welche Dinge Sie bei fettiger Haut unbedingt vermeiden sollten und welche Hausmittel am besten gegen fettige Haut wirken! Außerdem: 2 ungewöhnliche, aber super effektive Gesichtsmasken gegen fettige Haut.

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4 typische Fehler, die Sie bei fettiger Haut vermeiden sollten!

Welche Hauttypen gibt es?

Jeder Mensch hat eine andere Hautbeschaffenheit, die von der Genetik bestimmt wird. Dabei lässt sich die gesunde Haut in vier verschiedene Hauttypen unterscheiden: normale, trockene, fettige und Mischhaut. Sowohl äußere, als auch innere Faktoren können sich auf den individuellen Zustand der Haut auswirken. Die Hautpflege sollte sich immer nach den unterschiedlichen Bedürfnissen des jeweiligen Hauttyps ausrichten.

Normale Haut umschreibt ein Hautbild, das weder zu trocken, noch zu fettig ist. Die Haut ist im Gleichgewicht. Das Hautbild ist meistens glatt und es gibt keine schuppigen oder trockenen Stellen. Die Pflege dient dazu, den guten Zustand der Haut aufrechtzuerhalten und dem altersbedingten Feuchtigkeitsverlust entgegenzuwirken.

Bei trockener Haut wird weniger Talg produziert als es bei normaler Haut der Fall ist. Die natürlichen Lipide, die die Haut vor dem Feuchtigkeitsverlust schützen, sind weniger vorhanden. Der natürliche Schutzfilm gegen äußere Einflüsse ist gestört. Dadurch entsteht oft ein Spannungsgefühl und es kommt vereinzelt zu schuppigen Stellen. Hautpflegeprodukte sollten hier die körpereigene Schutzschicht wiederherstellen und die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit pflegen.

Gegenüber der trockenen Haut produziert die fettige Haut zu viel Talg. Oft kommt es zusätzlich zu Hautunreinheiten. Die Pflege sollte das Hautbild ausgleichen.

Die Mischhaut beschreibt einen Hauttyp, der die verschiedenen Merkmale aufweist. In der sogenannten T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) ist die Haut meist fettig, während der Wangenbereich normal oder trocken ist. In den fettigen Partien kommt es oft zu Mitessern, Pickeln und großen Poren. Hier sollten verschiedene Pflegeprodukte kombiniert werden, um die jeweiligen Hautbereiche zu pflegen. 

Fettige Haut: Merkmale

Bei fettiger Haut produzieren die Talgdrüsen übermäßig viel Talg. Das bezeichnet man auch als Seborrhö. Das Hautbild kennzeichnet sich durch ein glänzendes, öliges Erscheinungsbild. Meist sind die Poren zusätzlich vergrößert und dadurch deutlich sichtbar. Personen mit fettiger Haut neigen außerdem vermehrt zu Hautunreinheiten.


Die typischen Merkmale fettiger Haut sind:

  • Hautglanz
  • Die Haut fühlt sich beim Anfassen ölig an
  • vergrößerte Poren, Neigung zu Unreinheiten
  • dickere Haut als normal
  • Blässe, Fahlheit

Ölige, fettige Haut betrifft dabei oft nicht nur das Gesicht. Häufig ist auch die Kopfhaut fettiger als normal, wodurch die Haare schneller fettig wirken. Auch auf dem Dekolleté bzw. dem Brustbereich, dem Rücken und den Schultern ist die Haut fettig und neigt zu Unreinheiten. Die Ausprägung ist hier aber meistens geringer.


Dabei hat eine fettige Haut nicht nur Nachteile. Durch die übermäßige Talgproduktion ist die Haut geschmeidiger, straffer und weniger anfällig für äußere Umwelteinflüsse wie Sonne oder Kälte. Dadurch kommt es erst später zur Faltenbildung.

Was sind Ursachen für fettige Haut?

Wie bereits erwähnt sind die Hauttypen genetisch veranlagt. So ist auch die Überproduktion von Talg meist erblich bedingt. Aber auch andere Faktoren können fettige Haut auslösen.

Ein häufiger Grund für fettige und unreine Haut ist die verstärkte Produktion männlicher Geschlechtshormone (Testosteron, Androgene), die auch vom weiblichen Körper produziert werden. Das ist vor allem während der Pubertät der Fall. Die männlichen Hormone bedingen eine übermäßige Produktion von Talg und das Verstopfen der Talgdrüsen, wodurch Pickel und Mitesser entstehen. Auch andere Hormonumstellungen können fettige Haut verursachen. Hierzu zählen beispielsweise eine Schwangerschaft, das Absetzen der Pille zur Verhütung oder kurz vor der monatlichen Menstruation.

Männer haben aufgrund der höheren Testosteronproduktion allgemein fettigere Haut als Frauen.

Auch Krankheiten und Medikamente können fettige Haut als Symptom haben. Beispielsweise ist ölige, glänzende Haut bei Morbus Parkinson eine typische Begleiterscheinung. Auch Störungen der Nebennierenrinde oder der Eierstöcke kann fettige Haut auslösen. Bestimmte Beruhigungsmittel oder Hormonpräparate können eine ölige Haut ebenfalls fördern.

Nicht zuletzt kann auch die Lebensweise und die Ernährung die Fettproduktion stören. Beispielsweise wirken sich übermäßiger Alkoholkonsum, eine Fehl- und / oder Mangelernährung sowie zu viel Stress negativ auf das Hautbild aus.

Falsche oder zu häufige Pflege, eine schlechte Ernährung und andere Gewohn-heiten fördern fettige Haut.

Diese 4 Dinge bei fettiger Haut unbedingt vermeiden!

Problematisch für fettige Haut sind alle Dinge, die ein Austrocknen der Haut fördern. Denn trocknet die Haut aus, wird die Fettproduktion angekurbelt und die Haut erscheint noch öliger. 

1. Häufiges Waschen der Haut

Eine übermäßige Hygiene kann der Haut schaden und fördert das Austrocknen. Der natürliche Schutzfilm der Haut wird mit jedem Mal waschen weniger, was die Haut dazu anregt das mangelnde Fett nachzuproduzieren. So kommt es zu einer Überproduktion von Fett, wodurch der Glanz entsteht.


Es reicht aus, wenn das Gesicht 2-mal täglich gründlich gereinigt wird. Hierfür bestenfalls seifenfreie (pH-neutrale) Produkte verwenden, um die Haut zu normalisieren.

2. Rückfettende Pflegeprodukte verwenden

Es ist wichtig, die Pflege auf den Hauttyp abzustimmen. Viele verzichten auf Cremes, aus Angst, dass die Haut noch fettiger werden könnte. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass bislang die falschen Produkte verwendet wurden. Mehr Fett braucht die Haut keineswegs, Feuchtigkeit aber auf jeden Fall!


Der Zusatz “ölfrei” ist für Personen mit fettiger Haut eine gute Orientierung. Nach der Reinigung sind leichte Gele oder Cremes (Öl-in-Wasser-Emulsion) unbedingt zu empfehlen. Reichhaltige Cremes mit hohem Fettanteil würden die Problematik nur verstärken.


Produkte, die für ölige Haut entwickelt wurden, enthalten neben feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen meist auch Wirkstoffe, die die Talgproduktion hemmen und den Glanz verringern. Auch die Biovolen Aktiv Harzsalbe wurde auf diese Bedürfnisse abgestimmt. 

3. Ernährung mit raffinierten Kohlenhydraten und gesättigten Fettsäuren

Es ist allgemein bekannt, dass die Ernährung das Hautbild beeinflusst. Vor allem bei fettiger Haut sind raffinierte Kohlenhydrate zu vermeiden.

Das sind beispielsweise Nudeln, Weißbrot, Pizza oder aber auch getrocknetes Obst. Solche verarbeiteten Kohlenhydrate sorgen dafür, dass der Insulinspiegel rasch ansteigt. Mit dem Anstieg des Insulins steigt auch die Anzahl der männlichen Geschlechtshormone, die wiederum für die übermäßige Talgproduktion verantwortlich sind. Außerdem begünstigen raffinierte Kohlenhydrate Entzündungen im Körper.


Gleiches gilt für minderwertige oder tierische Fette (z.B. in Fleisch und Wurstwaren oder Milch). Übermäßiger Talg, Entzündungen und Unreinheiten werden dadurch gefördert.

4. Bettwäsche zu selten waschen

Dieser Auslöser für fettige Haut liegt nicht unbedingt auf der Hand, spielt aber eine große Rolle. Vor allem im Kopfkissen sammeln sich über Nacht abgestorbene Hautschuppen, Schweiß und Make-Up Reste. Als Schutzmechanismus bildet die Haut daher einen verstärkten Ölfilm. Die Bettwäsche sollte also jede Woche oder alle zwei Wochen gewechselt werden, um übermäßig fettige Haut und Unreinheiten zu vermeiden. 

Die besten 3 Hausmittel gegen fettige Haut!

Nicht nur ölfreie, milde Produkte helfen gegen den überschüssigen Fettfilm auf der Haut. Mit einigen Hausmitteln kann fettige Haut effektiv abgemildert werden.

Zitronensaft gegen fettige Haut

Der Zitronensaft ist ein wahrer Alleskönner: Haare aufhellen, Unreinheiten vermeiden, Glanz verringern! Nur für empfindliche Haut ist die Zitrone eher ungeeignet und sollte generell nur in Maßen verwendet werden, da sie die Haut sonst zu stark austrocknet und dadurch die Fettproduktion nur weiter ankurbeln würde.

Die Zitronensäure bewirkt, dass die Poren sich zusammenziehen. Dadurch sieht das Hautbild nicht nur feiner und ebenmäßiger aus, es gelangt auch weniger Talg an die Oberfläche. Außerdem wirkt Zitrone antiseptisch und reguliert den pH-Wert der Haut.

Einfach etwas Zitronensaft mit destilliertem Wasser vermischen und auf ein Wattepad geben. Die Mischung auf die Haut tupfen (Mund- und Augenbereich aussparen) und für etwa 15 Minuten einwirken lassen. Dann mit lauwarmem Wasser abwaschen. Anschließend eine feuchtigkeitsspendende Pflege auftragen.

Hinweis: Die Behandlung unterbrechen, falls die Haut spürbar stark austrocknet.

Apfelessig gegen fettige Haut

Auch Apfelessig ist überaus vielfältig einsetzbar. Er wirkt desinfizierend und antibakteriell, weshalb er gut für unreine, fettige und großporige Haut geeignet ist. Auch der pH-Wert auf der Haut wird neutralisiert. Gleichzeitig trocknet er nicht aus, sondern versorgt die Haut mit wichtiger Feuchtigkeit, ohne fettig zu machen. Anzuwenden ist Apfelessig gegen fettige Haut wie ein Gesichtswasser.

Apfelessig mit etwas destilliertem Wasser vermischen und mit einem Wattebausch auf das Gesicht geben. Die Tinktur rund 10 Minuten einwirken lassen und Überreste mit kaltem Wasser abspülen.

Joghurt gegen fettige Haut

Joghurt ist ein ganz natürliches Hautpeeling. Die enthaltene Milchsäure ähnelt einem chemischen Peeling, ist dabei aber besonders sanft zur Haut. Das überschüssige Fett auf der Haut wird absorbiert und der Hautglanz reduziert.

Für die Anwendung etwas Naturjoghurt im gesamten Gesicht verteilen und für eine Viertelstunde einwirken lassen. Im Anschluss das Gesicht mit kaltem Wasser abspülen. Die Maske kann mehrmals wöchentlich wiederholt werden.

2 ungewöhnliche, aber wirksame Gesichtsmasken gegen fettige Haut

Die Behandlung mit Zitronensaft, Heilerde, Honig und Co. ist für viele keine Neuigkeit mehr. Doch es gibt noch zwei weitere Hausmittel, die sich besonders gut für die Behandlung von fettiger Haut eignen: Hafer und Tomaten.

Hafer gegen fettige Haut

Hafer ist reich an wichtigen Nährstoffen wie Kieselsäure, Eisen und Zink. Diese sind besonders gut für die Haut und sorgen dafür, dass die Talgproduktion sich normalisiert. Hafer entfernt sanft die abgestorbenen Hautzellen und regt die Zellerneuerung an. Außerdem werden verstopfte Poren geöffnet, Entzündungen reduziert und überschüssiges Fett aufgesogen.


Für die Gesichtsmaske 1 EL Hafermehl (Bio-Qualität) mit 1 EL Zitronensaft und optional 1 TL Honig vermischen. Die Masse auf das Gesicht geben und 15-20 Minuten einwirken lassen. Danach mit lauwarmem Wasser abwaschen. Regelmäßig, bei Bedarf täglich, wiederholen.

Tomaten gegen fettige Haut

In Tomaten ist Salicylsäure enthalten. Die fettliebende Beta-Hydroxysäure dringt tief in die Haut ein und kann sie tiefenwirksam reinigen. Überschüssiges Fett wird aus den Poren absorbiert und die verstopften Poren geöffnet. Hautglanz und Unreinheiten wird dadurch entgegengewirkt.


Für die Maske eine Tomate zerdrücken, bis sie eine pastenartige Konsistenz hat. 1 TL braunen Zucker hinzugeben und vermischen. Die Mischung im Gesicht verteilen und 5 bis 10 Minuten einwirken lassen. Danach mit warmem Wasser abwaschen. Diese Gesichtsmaske sollte 1-mal wöchentlich angewendet werden.


QUELLEN

  • Fowler Jr., J.F. (2014). Colloidal Oatmeal Formulations and the Treatment of Atopic Dermatitis. Journal of drugs in dermatology, 13(10), 1180-1183.
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