Große Poren und Mitesser? Das sind die Ursachen!

NATALJA

FELSING

18. Mai, 2021

Große Poren und Mitesser - Das lässt sie entstehen

Poren sind ein wichtiger Bestandteil unserer Haut, denn sie übernehmen wichtige Aufgaben. Sie befinden sich am gesamten Körper und sind bei vielen im Gesicht besonders ausgeprägt. Doch wieso wirken die Poren im Gesicht oft besonders? Und warum gesellen sich zu großen Poren oft auch Mitesser? 

Große Poren Entstehung

Inhaltsverzeichnis

  • Was sind Poren eigentlich?
  • Wie entstehen vergrößerte Poren?
  • Was sind Mitesser?
  • Was begünstigt große Poren und Mitesser?
  • Große Poren und trockene Haut?

Poren sind kleine Kanäle in der Haut, die mit Drüsen verbunden sind und einen Stoffaustausch ermöglichen.

Was sind Poren eigentlich?

Die Haut ist das größte Organ des Körpers und nimmt stolze 1,7 Quadratmeter ein. Sie ist durchzogen von Poren, kleinen Öffnungen in der Haut, die das Hautinnere mit der Außenwelt verbinden. Poren sind wie winzige Kanäle, die von außen wie kleine Einkerbungen in der Haut aussehen und unserer Haut ihre charakteristische Struktur verleihen.
Betrachtet man die Poren auf der Haut genauer wird deutlich, dass aus ihnen auch unzählige Härchen herauswachsen. Unter der Haut befindet sich neben jeder dieser Haarwurzeln auch verschiedene Drüsen. Sie sind dazu da, Stoffe abzusondern wie z.B. Talg und Schweiß. Mit dem Schweiß wird der Körper heruntergekühlt und so vor Überhitzung geschützt. Der durch die Poren abgesonderte Talg bildet einen schützenden Fettfilm auf der Haut, der die Hautbarriere unterstützt und die Haut vor Austrocknung und Krankheitserregern bewahrt. 

Poren sind also etwas natürliches und sehr wichtiges. Doch umso größer sie erscheinen, desto eher werden sie von vielen Menschen als kosmetisches Problem wahrgenommen.

Erweiterte Poren entstehen meist durch eine Überproduktion an Talg, der nicht abfließen kann.

Wie entstehen vergrößerte Poren?

Große Poren und Mitesser

In den sozialen Medien und Beauty Magazinen ist man in der Regel nur mit makelloser und glatter Haut ohne Poren, Pickel und Unreinheiten konfrontiert. In der Realität aber sind viele Menschen von großen Poren betroffen. Dabei handelt es sich nicht um ein Krankheitsbild, sondern ist völlig harmlos. Allerdings empfinden viele ihre großen Poren als ungepflegt und unattraktiv. Sie stören ein ebenmäßiges Hautbild und sind vor allem beim Auftragen von Make-Up ein Dorn im Auge. Doch warum haben manche Menschen eine glatte Haut ohne sichtbare Poren und andere wiederum nicht?

Die Porengröße ist genetisch festgelegt, so wie jedes äußere Erscheinungsmerkmal. Es gibt also Menschen, die von Natur aus bereits größere Poren haben, als andere. Allerdings sind stark sichtbare, erweiterte Poren meist auf andere Faktoren zurückzuführen.
Die Hauptursache für große Poren ist eine übermäßige Talgproduktion. Die Talgdrüsen, die sich in der Haut an den Porenkanälen befinden, können den Talg nicht vollständig nach außen leiten. Hinzu kommt, dass die Poren oft durch verhornte, abgestorbene Haut blockiert sind. Dadurch kann der Talg nicht richtig abfließen und staut sich in den kleinen Porenöffnungen. Diese Ansammlung weitet die Porenkanäle, bis sie nach außen gelangt. Zurück bleibt eine vergrößerte, "ausgeleierte" Öffnung", die nicht mehr auf ihre ursprüngliche Größe zurückschrumpft. Diese ist nun als erweiterte Pore sichtbar.

Mitesser sind Talgpropfe, die als weiße oder schwarze Punkte auf der Haut erscheinen.

Wie entstehen Mitesser?

Dort wo große Poren sichtbar sind, sind auch Mitesser und Unreinheiten meist nicht weit. Mitesser, auch Komedonen genannt, sind Talpfropfe in der Haut. Sie bilden eine Verstopfung der Talgdrüsenöffnung und sind von außen als weiße oder schwarze Punkte sichtbar. Mitesser bilden sich insbesondere in Bereichen, in denen die Talgproduktion in der Haut erhöht ist. Umso mehr Talg produziert wird, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Poren blockieren.

Geschlossene Mitesser werden als Whiteheads bezeichnet und erscheinen auf der Hautoberfläche als weißer Punkt.
Bei schwarzen Mitessern reagiert der Hautfarbstoff, der mit dem Talg an die Hautoberfläche gelangt, mit dem Sauerstoff. Dadurch entsteht eine dunkle Färbung, die diesen Mitessern die Bezeichnung Blackheads verleiht.

Mitesser können sich nicht nur im Gesicht bilden. Sie entstehen überall dort, wo Poren und Talgdrüsen vorhanden sind. Auch am Rücken, in den Ohren oder am Gesäß bilden sich häufig Mitesser. Gelangen Bakterien in die verstopften Porenöffnungen, können sich die Mitesser entzünden und zu einem Pickel werden.

Die Entstehung von großen Poren hat körperliche Ursachen, aber auch äußere Faktoren wie die Ernährung und UV-Strahlung spielen eine Rolle.

Was begünstigt große Poren und Mitesser?

Wenn die Haut zu viel Talg produziert, hat das oft hormonelle Hintergründe. Liegt der Anteil männlicher Geschlechtshormone über dem der weiblichen, verstärkt das die Talgproduktion. Verantwortlich dafür ist das Dihydrotestosteron (DHT), die biologisch aktive Form von Testosteron. DHT stimuliert die Talgdrüsen und steigert so die Produktion von Hautfett. 

Abgesehen von hormonellen Ursachen spielt auch die UV-Strahlung eine entscheidende Rolle. Zum einen regt die Wärme der Sonnenstrahlen die Talgproduktion an. Zum anderen schädigen die Sonnenstrahlen die Haut und ihre Stützstrukturen. Kollagen- und Elastinfasern werden zerstört, wodurch die Haut ihre Festigkeit und Elastizität verliert. Die Haut erschlafft und lässt die Poren optisch größer wirken. Umso öfter die Haut ungeschützt der UV-Strahlung ausgesetzt ist. desto schneller und stärker tritt dieser Effekt ein.

Auch der Lebensstil und die Ernährungsweise tragen zu erweiterten Poren und Unreinheiten bei. Wer viele Lebensmittel zu sich nimmt, die einen hohen glykämischen Index aufweisen wie z.B. Süßwaren, Weißbrot oder Softgetränke, fördert damit die Entstehung von Pickeln. Ebenfalls wird dem übermäßigen Verzehr von Milchprodukten nachgesagt, Unreinheiten zu begünstigen und entzündliche Prozesse in der Haut zu verstärken. 
Anhaltender psychischer Stress wirkt sich ebenfalls negativ auf die Haut aus. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen werden Stoffwechselvorgänge und der Hormonspiegel durcheinander gebracht, was zu einer verstärkten Talgbildung und Unreinheiten führen kann.

Wer viel Alkohol und Nikotin konsumiert, neigt ebenfalls stärker zu großen Poren und Mitessern. Beide Stoffe beschleunigen den Alterungsprozess, indem sie freie Radikale freisetzen. Diese beschädigen die Zellen und sorgen dafür, dass die Haut ihre Spannkraft verliert. Alkohol dehydriert den Körper und somit auch die Haut und belastet die entgiftenden Organe wie Leber und Nieren. Dadurch wird die Bildung von Unreinheiten gefördert.

Große Poren bei trockener Haut entstehen meistaltersbedingt oder durch aggressive Pflegeprodukte.

Große Poren und trockene Haut?

In der Regel neigen Menschen mit einem fettigen bzw. öligen Hauttypen zu erweiterten Poren und Mitessern im Gesicht. Bei ihnen ist die Talgproduktion in der Haut von Grund auf erhöht. Allerdings bleiben auch Menschen mit einer trockenen Haut nicht vor großen Poren verschont.

Oft beklagen sich Betroffene darüber, dass bestimmte Teile des Gesichts z.B. nach dem Reinigen extrem trocken sind, die T-Zone hingegen schnell wieder anfängt fettig zu glänzen. Die Ursache hierfür liegt meist in einer übermäßigen Reinigung und Pflege. Duftstoffe, Konservierungsstoffe und aggressive Tenside in Waschlotionen zerstören die Barriere der Haut und sorgen dafür, dass sie austrocknet. Als Schutzreaktion darauf produzieren die Talgdrüsen mehr Sebum. Da trockene Haut zudem häufiger verhornte Hautzellen auf der Hautoberfläche aufweist, die die Porenausgänge blockieren,  verstopft der Talg die Poren und weitet sie. 

Eine große Rolle spielt auch hier wieder das Alter. Mit zunehmendem Alter wird die Haut dünner und verliert die Fähigkeit, Feuchtigkeit in der Haut zu halten. Die Zellerneuerung sowie die Kollagen- und Elastinsynthese verlangsamen sich und dadurch verliert die Haut nicht nur ihre Spannkraft, sondern auch ihre Geschmeidigkeit. Die Haut wird trockener und gleichzeitig erscheinen die Poren immer größer.

QUELLEN

  • S. I. Jang,  E. J. Kim,  H. K. Lee: A method of evaluating facial pores using optical 2D images and analysis of age‐dependent changes in facial pores in Koreans. 2018.
  • M. Roh,  M. Han,  D. Kim,  K. Chung: Sebum output as a factor contributing to the size of facial pores. 2006.
  • S. Ellsässer: Körperpflegekunde und Kosmetik. 2020.